50  Jahre  elektrischer Betrieb
 
 
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Berliner Zeitung vom 25. Januar 1951:
Seitenende
S-Bahn-Strecke wird Schwerpunkt
Ab 1. Mai elektrisch von Spandau nach Königs Wusterhausen
Der elektrische Betrieb wird ab 1. Mai 1951 auf der Strecke Grünau - Königs Wusterhausen aufgenommen werden.  Das war das Ergebnis einer Arbeitsbesprechung bei der Generaldirektion Reichsbahn, an der alle für den Bau der S-Bahn-Strecke verantwortlichen Dienststellen der RBD Berlin, die reichsbahneigenen Signalbauwerke und -werkstätten sowie die Volkseigenen Betriebe  RFT-Funkwerk Köpenick und Elsima-HalIe teilnahmen. Um die Arbeiten für die Elektrifizierung forcieren zu können, nahmen auch Vertreter des Ministeriums für Maschinenbau sowie des Verkehrsministeriums teil.  Die Generaldirektion Reichsbahn erklärte das Bauvorhaben Grünau -Königs Wusterhausen zum Schwerpunkt für das Gebiet der RBD Berlin. Das bedeutet eine bevorzugte Belieferung mit MateriaIien.

In der Erkenntnis, die Strecke zur Durchführung des Schwerpunktbaues  Abus-Maschinenbau Wildau im Rahmen des Fünfjahrplanes schnellstens fertigzustellen, verpflichteten sich sämtliche an dem Bau beteiligten Betriebe zur Innehaltung ihrer Planungs- und Lieferungstermine.
Die einzelnen Bauvorhaben sollen nach der Verpflichtung wie folgt übergeben werden: 
Bahnhof Grünau: Sämtliche Betriebsanlagen bis 15. März; 
Bahnhof Eichwalde: Stellwerke bis 15. März, Außenanlagen bis Ende April;
Bahnhof Zeuthen: Stellwerke bis 20.  März, Außenanlagen bis Ende April; 
Bahnhof Wildau: Stellwerke bis 25. April;
Bahnhof Königs Wusterhausen: Stellwerke bis Ende April. 

Die Generaldirektion der Reichsbahn will die erforderlichen Kontingentscheine für die noch notwendigen Materialien wie Kabel, Akkumulatoren den Signalbaubetrieben schnellstens zustellen, um damit jede Verzögerung der Fertigstellung der Anlagen zu vermeiden. Es wird hier notwendig sein, daß die Reichsbahndirektion wie auch die Ministerien unter Ausschaltung aller bürokratischen Wege den Volkseigenen Betrieben wie auch den reichsbahneigenen Signalbauwerken größte Unterstützung gewähren. Die Werktätigen der Volkseigenen Betriebe haben sich ihrerseits zur Mehrschichtarbeit verpflichtet, um auf jeden Fall die termingerechte Durchführung der Elektrifizierung Grünau - Königs Wusterhausen zu gewährleisten. 
Jede Verzögerung, die durch das nicht fristgemäße Heranschaffen der Vormaterialien durch die RBD Berlin bzw. durch die Ministerien eintritt, bedeutet auch ein Überschreiten des auf der Arbeitstagung durch Verpflichtung angenommenen Termins 1. Mal 1951. Nur eine Zusammenarbeit zwischen den Werktätigen und den Verwaltungsstellen sowie das Einsetzen einer zentralen Bauleitungsstelle, an die jede Schwierigkeit sofort gemeldet werden kann, wird die Einhaltung des gesetzten Termines gewährleisten.

Der Text entstammt der Berliner Zeitung vom 25. Januar 1951 !


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